Schwere Zeiten

  • Ich habe einen lieben Freund verloren, der mich 12 Jahre lang begleitet hat. Wir haben uns in der Reha kennengelernt und seitdem eine gute Freundschaft gepflegt über eine weite Entfernung hinweg. Er war mittlerweile alleinstehend und wohnte in einem Mehrparteienhaus. Seit ca zwei Jahren war er gesundheitlich sehr angeschlagen. Am Wochenende haben wir oft telefoniert und die Freundschaft hat sich durch dick und dünn durchgetragen.

    Am Donnerstag haben wir noch kurz über whatsapp kommuniziert. Freitag war er mittags noch online. Samstags wollten wir telefonieren, er ging nicht ansTelefon, jedoch war er oftmals mit seinem Moped unterwegs. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Sonntag jedoch fand ich es dann merkwürdig, dass er sich nicht meldete. Ich habe versucht ihn überall zu kontaktieren, dann habe ich seinen Bruder angerufen, der auch nicht ans Telefon ging. Ich habe die umliegenden Krankenhäuser angerufen, nichts. Dann habe ich unter der Adresse geschaut ob jemand aus dem Haus im Telefonbuch steht und - ja. Der Dame erklärte ich wer ich bin und das ich mir Sorgen mache. Was ich dann erfuhr hat mich sehr geschockt. Am Freitag Abend sei er tot im Keller gefunden worden. Die Polizei habe alles abgesperrt, es werde untersucht was passiert sei, die Wohnung ist versiegelt. Die Katze versorgt.

    So schnell ist ein Leben vorbei. Ich hoffe und bete, dass er in seinen letzten Lebensminuten nicht leiden musste, keine Angst hatte und die Einsamkeit nicht spüren musste.

    Mein lieber Freund, ich danke Dir für soviele Jahre gute Freundschaft, für viele Gespräche, gemeinsames Lachen und Weinen und dafür, dass unsere Freundschaft auf diese große Entfernung bestand hatte. Auch unsere gemeinsame Freundin aus der Zeit damals trauert um Dich. Wir werden Dich nicht vergessen.

    In meinem Umfeld bist Du nun der zweite, der innerhalb von nur wenigen Wochen von uns gegangen ist.

    Die Trauer um Euch ist groß.

    Heute konnte ich nicht zur Arbeit. Es ging einfach nicht.

    Liebt, lacht, lebt. Seid nett und ehrlich zueinander. Das irdische Leben ist so schnell vorbei. Auch wenn die Ewigkeit wartet ist es für die Menschen im Umfeld unendlich schwer.

  • Bille,

    ich verstehe deine Trauer. Es ist immer schwer, einen lieben Menschen zu verlieren. Ich hoffe, dass er Jesus kannte, dann hat er jetzt ein besseres Leben und es wäre entgegen aller Gefühle auch ein Grund sich mit zu freuen. Es klingt billig, aber die einzige Lösung ist, die Sorge auf Jesus zu werfen und ihn los zu lassen. Dann wird es irgendwann gelingen, den vermissten Vertrauten los zu lassen.

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