Wie reagiert hier ein Ältester?

  • Haben uns vorhin über etwas unterhalten, dass etwas mehr als 10 Jahre zurück liegt. Wie sollte ein Ältester sich hier verhalten: Eine 21-Jährige saß mit ihrer Mutter als Gast in unserer damaligen Gemeinde. Plötzlich weinte sie bitterlich, dann lief sie raus. Ihre Mutter rannte hinterher. Ein Ältester wollte schauen, ob er helfen kann und sah, dass die Mutter ihrer erwachsenen Tochter eine solche Ohrfeige verpasste, dass diese in den Garderobenständer fiel und Mäntel mit riss. Der Älteste sprach die Mutter an, die ihr Handeln verteidigte. Darauf hat er sich so etwas in der Gemeinde verbeten und bat sie nicht wieder zu kommen. Heute hörte ich, dass die Tochter später in die Gemeinde ging. War das Verhalten des Ältesten angemessen?

  • Zitat von Gera

    War das Verhalten des Ältesten angemessen?

    Die Frage sollte hier wohl eher sein: War das gewalttätige Verhalten der Mutter angemessen? Wobei das natürlich keine Frage ist, sondern einfach nur eine Feststellung, dass eine solche Reaktion völlig unangemssen, absolut erbärmlich und antichristlich ist...


    Die Reaktion des Ältesten, der sich Gewalt in der Gemeinde verbittet, ist absolut nachvollziehbar. Gewalttäter/innen haben in einer Versammlung Christi nichts zu suchen.

  • Die Frage sollte hier wohl eher sein: War das gewalttätige Verhalten der Mutter angemessen?

    Ist gewalttätiges Verhalten jemals angemessen? Bei Christen geht das gar nicht, aber auch nicht in der Welt, das ist meine Meinung. Diese Mutter ist bekannt in christlichen Kreisen in der Region und es ist erstaunlich, dass sie nie jemand anzeigte, wenn alles stimmt, was in anderen Gemeinden vorgefallen sein soll. Ich halte den Verweis auch für gerechtfertigt. Die Frage ist, hätte die Leitung rechtliche Schritte unternehmen sollen? Ich denke niemand nimmt Anstoß, wenn jemand mit einem Baby im Gottesdienst sitzt und das Kleine ständig der Nachbarin in den Haaren zieht, wenn dann eine Mama einen leichten Klaps auf die Hand gibt. Leider ist die Ansicht, die Rute nicht zu schonen bei manchen Christen weit verbreitet. Eine Mutter vertraute mir einmal an, sie versuchte wieder gut zu machen bei ihrer Tochter, wenn ihr Mann das Kind mit dem Stock schlägt, weil es nachts einnässte. Ein Vater von 4 Kindern erzählte uns stolz, sein Sohn bekäme nach einem halben Jahr immer noch Panik, wenn es in den Keller ginge. Er kasperte in der Schule. Der Vater sprach mit ihm, er kasperte erneut, da ging er in den Keller und verpasste ihm solche Prügel, die er nie vergessen würde. Die Bibel verlangt das. Der konnte lange nicht sitzen. Wir besuchten diese Familie nie wieder. Solche Eltern sind fest überzeugt von ihrem Handeln. Und wir waren fest überzeugt, dass die Freundschaft seiner Kinder unseren schadete.

  • Zitat von Gera

    Ist gewalttätiges Verhalten jemals angemessen?

    Nein, unter keinen Umständen.


    Zitat von Gera

    Die Frage ist, hätte die Leitung rechtliche Schritte unternehmen sollen?

    Eine Info an das zuständige Jugendamt reicht zunächst.


    Zitat von Gera

    Leider ist die Ansicht, die Rute nicht zu schonen bei manchen Christen weit verbreitet.

    Dass Missverständniss des Textes, dass es sich bei der "Rute" um die Prügelstrafe handelte, hält sich tatsächlich leider immer noch.* Aber was soll man auch anderes von Gläubigen erwarten, für die Gott selbst die Menschen in der Feuerhölle quält.


    *Die Grundbedeutung des Textes gibt das so in keiner Weise her. Hier ist die belehrende Erziehung durch Wort und Vorbild gemeint.


    Zitat von Gera

    Eine Mutter vertraute mir einmal an, sie versuchte wieder gut zu machen bei ihrer Tochter, wenn ihr Mann das Kind mit dem Stock schlägt, weil es nachts einnässte. Ein Vater von 4 Kindern erzählte uns stolz, sein Sohn bekäme nach einem halben Jahr immer noch Panik, wenn es in den Keller ginge. Er kasperte in der Schule. Der Vater sprach mit ihm, er kasperte erneut, da ging er in den Keller und verpasste ihm solche Prügel, die er nie vergessen würde.

    Ein solcher "Vater" verdient diese Bezeichnung nicht. Er ist vielmehr ein Gewalttäter, der lebenslang in einer geschlossen Psychatrie "behandelt" werden muss.


    Zitat von Gera

    Die Bibel verlangt das.

    Die Bibel verlangt von den Eltern, Kinder als ein Erbe von Gott mit aller Liebe und Würde zu behandeln und ihnen gute christliche Grundsätze für das Leben mit auf dem Weg zu geben. Das entspricht dann dem genauen Gegenteil jeglicher Gewaltanwendung - ob physisch, mental oder emotional.


    Zitat von 5. Mo 6,4ff

    4 Höre Israel: Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein![1]

    5 Und du sollst Jahwe, deinen Gott, mit ganzem Herzen lieben, mit ganzer Seele und ganzer Kraft.[2]

    6 Und die Worte, die ich dir heute verkünde, sollen in deinem Herzen sein.

    7 Präge sie deinen Kindern ein und rede davon, ob du in deinem Haus bist oder unterwegs, ob du dich hinlegst oder aufstehst.

    Zitat von Epheser 6,4

    4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern begleitet sie beim Aufwachsen durch die Erziehung und persönliche Ermutigung, die ihr von Jesus, dem Herrn, übernommen habt.

    Deutlicher kann man es kaum sagen: Christliche Erziehung schließt jedwede Gewaltanwendung kategorisch aus.


    Jeder sog. Gläubige, der sich diesen Grundsätzen widersetzt, dient dem Antichristen. Jeder Kontakt zu solchen Personen sollte unterbunden werden.

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