Hartz-IV-Nachfolger Bürgergeld - Wieviel wäre der Situation angemessen?

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    Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands sagte am Montag: „Nach unseren Berechnungen würde ein seriös berechneter Regelsatz derzeit 678 Euro betragen.“ Schneider fordert die Erhöhung der Regelsätze um mindestens 200 Euro schon ab diesem Herbst. Außerdem sollten Stromkosten genauso derzeit schon die Heiz- und Mietkosten vom Jobcenter übernommen werden.


    https://taz.de/Hartz-IV-Nachfolger/!5877953


    Der ganze taz-Bericht:


    Hartz-IV-Nachfolger: Wie viel Bürgergeld darf's sein?
    Der Regelsatz soll 502 Euro betragen. Sozialverbände kritisieren das als zu niedrig, der Handwerksverband als zu hoch.
    taz.de


    Ich sage hier dazu auch gleich meine Meinung: Der Staat kassiert von allen Bürgerinnen und Bürgern eine Gasumlage ab, damit der Konzern Uniper unterstützt wird, der aber immer noch sinnlos mit Geld herumaast und sauteure Feste ausrichtet und für die Ärmsten der Armen soll kein Geld für eine angemessene Erhöhung vorhanden sein?


    Warum bittet man nicht endlich die Milliardäre in Deutschland zur Kasse, deren Kapital sich in Deutschland innerhalb der letzten zwei Jahre verdoppelt hat. Warum zieht das die Regierung Scholz nicht einmal in Erwägung, obwohl dieser Schritt in unserer Verfassung (Grundgesetz) vorgesehen ist?

  • Zitat von Günter

    Warum zieht das die Regierung Scholz nicht einmal in Erwägung, obwohl dieser Schritt in unserer Verfassung (Grundgesetz) vorgesehen ist?

    Weil die "Regierung" durch den Kapitalismus ein ganz gutes Auskommen hat. Was interessieren denn da "Schritte, die in unserer Verfassung vorgesehen sind"? Irgendwie muss man die Wähler doch bei Laune halten und das geht seit Jahrzehnten am besten mit vollmundigen Versprechungen. Wenn die Regierung dann erst mal gewählt ist, hat der Bürger eh kaum noch Einfluss - also was solls?

  • Irgendwie muss man die Wähler doch bei Laune halten und das geht seit Jahrzehnten am besten mit vollmundigen Versprechungen. Wenn die Regierung dann erst mal gewählt ist, hat der Bürger eh kaum noch Einfluss - also was solls?

    Aber warum macht der Bürger da mit?

    Es kann doch nicht das ganze Volk sozusagen dement sein...

    Mir persönlich gehen die Versprecherungen schon seit Jahren auf den Keks.

  • Zitat von stan

    Aber warum macht der Bürger da mit?

    Es kann doch nicht das ganze Volk sozusagen dement sein...

    Mir persönlich gehen die Versprecherungen schon seit Jahren auf den Keks.

    In der Parteienlandschaft gibt es kaum Alternativen gegen das konzept des Kapitalismus. Auch die Linke oder die AfD wären da keine Ausnahme. Die Politik wird schließlich nicht in Deutschland bei den Parteien gemacht, sondern europaweit bzw. international, durch diejenigen, die das Kapital verwalten. Die Parteienlandschaft in den einzelnen Ländern ist Maskerade - mehr nicht.


    Die einzige echte Alternative dazu - nämlich das Königreich Gottes - wird von den meisten ebenfalls als Utopie/Dystopie abgelehnt. Insofern muss sich die Bevölkerung mit dem Status Quo arrangieren.

  • Dieser Artikel beleuchtet viele verschiedene Standpunkte. Sehr interessant.



    Es ist klar, dass diejenigen, die dieser Form finanzieller Unterstützung wirklich bedürfen, ausreichend Geld zur Verfügung haben müssen. Das sollte in jedem Fall im Rahmen des Möglichen sein.


    Andererseits darf der Anreiz Bürgergeld zu beziehen niemals höher sein, als der Anreiz selbst zu arbeiten. In diesem Zusammenhang sind aktuelle Regelungen für den "Niedriglohnsektor" kritisch zu hinterfragen.

  • Andererseits darf der Anreiz Bürgergeld zu beziehen niemals höher sein, als der Anreiz selbst zu arbeiten. In diesem Zusammenhang sind aktuelle Regelungen für den "Niedriglohnsektor" kritisch zu hinterfragen.

    Dann hoffe ich, dass eine Regelung bzgl. Rückzahlung den "Abschied" von HARTZ IV nicht überlebt.

    Konkret: Seit dem 01.07. habe ich endlich wieder Arbeit, für den ersten Monat hieß es erst, dass ich kein ALG2 bekomme, da ich ja jetzt in Arbeit sei.

    Nachdem ich der SB auseinandergesetzt hatte, dass ich den Juli nicht mit Rücklagen überbrücken kann, erhielt ich das ALG2 zwar, aber auch nur nach erneutem Erklären.

    Heute kam der Anhörungsbogen bzgl. Überzahlung...

    Darin steht u.a. "Der Betrag ist grundsätzlich in einer Summe zurück zu zahlen.".

    Das müsste doch klar sein, dass bei einem Netto unter 1.200 € sowas ein Ding der Unmöglichkeit ist...

  • Genau das ist eben die fast übliche Verfahrensweise auf den ARGEN. Die Antragsteller werden oft wie der letzte Dreck behandelt! Etwas Logik an den Tag legen? Fehlanzeige! Etwas Menschenwürde? Fehlanzeige!


    Allein dieses Beispiel von Stan zeigt wieder sehr deutlich, wie realitätsfern man dort agiert! Dabei weiß normal doch jeder, dass nahezu alle Arbeitnehmer, abgesehen von den meisten im öffentlichen Dienst, erst nach dem Monat der Arbeitsaufnahme das erste Gehalt bekommen. Die Rückerstattung in einer Summe zurück zu fordern, ist absolut reralitätsfern. Wovon soll die betroffene Person denn dann in dem entsprechenden Monat leben? Ein bißchen Logik? Fehlanzeige!


    Wer dort die Arbeitslosen betreut, müsste diese Zusammenhänge einfach kennen! Bei den Menschen, die diese Entscheidungen zu verantworten haben, hat man vergessen, einen IQ-Test vorzunehmen!


    Wer hat diesen Dreck noch zu verantworten? Waren das nicht Peter Hartz und Gerhard Schröder?

  • Glückwunsch zum neuen Job, stan! :thumbup:

    Zitat

    "Der Betrag ist grundsätzlich in einer Summe zurück zu zahlen.".


    Diese Formulierung legt nahe, dass es einen gewissen Spielraum bei der Rückzahlung gibt. Vielleicht greift das ja in deiner Situation, die jeder, der fähig ist, seinen gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, versteht.

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