Wir leben in und aus der Einheit

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    Ihr Lieben,


    immer wieder hörte und höre ich von Anhängern verschiedener Konfessionen und Kirchen, dass sie doch eigentlich zu der einzig wahren Glaubensgemeinschaft gehören würden. Wenn man da dann einmal vorsichtig nachfragt, kommen meistens sehr schnell Sätze in der Richtung, dass dort und dort die Lehre und die Auffassung vertreten würden und das könnte doch nicht richtig sein.


    Nicht, dass ich etwas gegen ein sachliches und korrektes Hinterfragen von Glaubensinhalten und Bekenntnissen hätte, das ist sicherlich ein sinnvoller und hilfreicher Weg zur Orientierung. Aber: Das sollte dann doch wirklich in einer gründlichen und sachlichen Herangehensweise geschehen.


    Sicherlich gibt es Gemeinschaften, in denen Irrlehren oder unbiblische Inhalte zu entdecken sind. Da aber sollte man sich dann doch zunächst einmal genauer darüber informieren, wie es sich in der besagten Gemeinde oder Kirche denn tatsächlich exakt verhält und hinterfragen, wie es denn diesbezüglich in der eigenen Gemeinde aussieht. Ich weiß seh wohl, dass ich hier ein sehr komplexes, aber auch ein sensibles Thema angesprochen habe.


    pfeil4.png  Deshalb möchte ich Euch einladen, bezüglich dieses Themas diese Predigt in Eure Gedanken mit einzubeziehen.


    Pastor Dennis Kretz sprach heute in seiner Predigt in der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Berlin-Schöneberg (Baptisten Schöneberg) über den kurzen Text aus Johannes 17:20-23. Ich möchte Euch diese aus meiner Sicht sehr hilfreichen Ausführungen von Pastor Dennis Kretz sehr empfehlen:




    Und nun seid Ihr nach Eurer Meinung gefragt. :thumbup:


    pfeil4.png Übrigens: Ich möchte in diesem Thread nur mit denjenigen über dieses Thema diskutieren, die sich diese Predigt vorher vollständig gehört haben!


    pfeil4.png  Hinweis: Hier dürfen auch Gäste mitschreiben, also nicht bei uns im Forum registrierte Personen.

  • Das ist eine sehr schöne Predigt.


    Ich kann nur sagen, dass Christus, der Sohn Gottes, nicht nur der Geist der Wahrheit ist, sondern auch der Geist der Einheit.


    Wenn Menschen aus verschiedenen Denominationen sich reserviert gegenüber stehen, dann ist das nur ein Zeichen davon, dass der Geist Christi (noch) nicht stark genug in diesen Menschen wirkt. Wer sich der Gegenwart Jesu Christi im eigenen Herzen bewusst wird, der erkennt die Einheit mit anderen Christen aus eigener Erfahrung. Das geht sogar so weit, dass man Einheit mit Menschen erkennen kann, die sich verstandesmäßig gar nicht zu Jesus Christus bekennen. Aber ihre Seelen sind bereits auf dem Weg zu Gott und die Ähnlichkeit zu Jesus ist bereits in Grundzügen anzutreffen, so dass die Liebe, die Gott uns Christen zur Verfügung stellt, in solchen Menschen wirken kann und dann wird geistige Verbindung auch zu diesen Menschen spürbar.


    Es ist wichtig zu erkennen, dass Lehre unseren Verstand anspricht und da kann es unterschiedliche Auffassungen geben. Aber das Seelenheil hängt davon ab, ob die Seele mit dem Geist Gottes verbunden ist, mit seinem lebendigen Atem.


    Lichten Gruß von Enar

  • Ich weiß seh wohl, dass ich hier ein sehr komplexes, aber auch ein sensibles Thema angesprochen habe.

    Ja, das ist ein sehr komplexes, hochsensibles Thema.


    Grundsätzlich stimme ich mit den Aussagen von Pastor Kretz überein, was die Einheit betrifft. Einheit bedeutet nicht "Gleichschaltung im Denken" - das ist eine wichtige Kernaussage.


    Aber wie weit kann Ökumene greifen? Was ist mit Jesu Aussage auch Matth. 7,20 ff? Widerspricht das nicht dem ökumenischen Ideal?

    Ist es nicht plausibel, dass es in der Vielzahl sog. christlicher Anschauungen auch Lehren gibt, denen Jesus selbst widerspräche?

  • Nemesis, das sehe ich auch so. Dieses Thema erfordert schon eine hochsensible Herangehensweise! :thumbup:


    Deshalb kann ich Dir, Enar, auch nur z. T. zustimmen. Du schreibst u. a.:

    Das geht sogar so weit, dass man Einheit mit Menschen erkennen kann, die sich verstandesmäßig gar nicht zu Jesus Christus bekennen. Aber ihre Seelen sind bereits auf dem Weg zu Gott und die Ähnlichkeit zu Jesus ist bereits in Grundzügen anzutreffen, so dass die Liebe, die Gott uns Christen zur Verfügung stellt, in solchen Menschen wirken kann und dann wird geistige Verbindung auch zu diesen Menschen spürbar.


    Das erinnert mich, wenn ich es richtig verstanden habe, an die Auffassung vieler Allversöhner. Da allerdings sage ich, dass wir zwar einerseits nicht wissen können, wie großzügig Gott im Endeffekt wirklich entscheiden wird, aber in der Bibel werden uns ganz klar Richtlinien übermittelt, wo ich nicht erkennen kann, dass diese klaren Aussagen aufgehoben wurden:


    Markus 16, 16:

    Wer glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verurteilt werden.

    (Hfa)


    Joh 14,6:

    Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

    (Hfa)


    Joh. 3, 16:

    Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. 

    (Hfa)


    Die konkreten Aussagen der Schrift ließen sich fortsetzen. Im Grunde berichtet uns das ganze Kapitel 3 vom Johannes-Evangelium sehr genau, worauf es ankommt, wenn man sicher sein möchte, dass man gerettet wird. (Früher nannte man das übrigens "Heilsgewissheit").


    Ich habe in meinem Leben immer wieder Esoteriker kennen gelernt, die die biblischen Aussagen gerne in ihre Richtig umbiegen wollten. Die sahen das Kartenlegen, die Astrologie, das Besprechen und anderes mehr als eine wichtige Hilfe im christlichen Glaubensleben an. Da möchte ich ganz klar wiedersprechen.


    Ich fand die Aussagen der Predigt von Herrn Pastor Dennis Kretz sehr gut. Wir Christen sollten lernen, andere christliche Konfessionen zu respektieren. Denn unsere Erkenntnis ist bekanntlich nur stückhaft! (1. Kor. 13, 9).


    Aber, wenn beispielsweise ein Pastor einer evang. Landeskirche öffentlich sagte, man könne zur Behandlung einer Gürtelrose statt des Betens lieber zum Besprechen gehen, dann sage ich dazu laut vernehmlich "Nein".

  • Das erinnert mich, wenn ich es richtig verstanden habe, an die Auffassung vieler Allversöhner. Da allerdings sage ich, dass wir zwar einerseits nicht wissen können, wie großzügig Gott im Endeffekt wirklich entscheiden wird, aber in der Bibel werden uns ganz klar Richtlinien übermittelt, wo ich nicht erkennen kann, dass diese klaren Aussagen aufgehoben wurden:

    Wenn man sich dieser Frage nähern möchte, so muss man genau klären, was unter "gerettet werden" oder "selig werden" und unter "verdammt werden" (LUT) oder "verurteilt werden" (Einheitsübersetzung) zu verstehen ist.


    Wir Menschen sind aus Gott, der reines Licht ist, hervorgegangen (die Schöpfungsgeschichte ist in dieser Hinsicht irreführend). Durch den Sündenfall wurden unsere Seelen sehr stark verdunkelt, so dass dass Bewusstsein dafür, wer oder was Gott ist und was es bedeutet, mit ihm in Kontakt zu stehen, geschwunden ist. Doch der Lichtfunke in den Menschen ist der Antrieb und Garant dafür, dass die Menschen sich nach ihrem Ursprung sehnen und mangels reiner Erkenntnis danach suchen.


    So gibt es zwischen den Stufen des Himmelreiches, die sich durch ihre Strahlkraft unterscheiden, und den Bereichen der Schöpfung, in denen die Dunkelmächte und die abgefallenen Menschen sich aufhalten, unendlich viele Abstufungen.


    So ist zum Beispiel nicht gesagt, dass ein Mensch, der sich in seinem irdischen Leben zu Gott und Christus bekannte, nach seinem irdischen Tod dem himmlischen Vater von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen wird. Es ist vielmehr entscheidend, wie groß die Liebe und das Licht sind, die von seiner Seele ausstrahlen. Jesus sagte, dass die Gerechten wie eine Sonne in des Vaters Reich leuchten werden. Das ist kein Gleichnis! Sondern eine erfahrbare Realität!


    Daher muss man "selig werden" wohl dahingehend interpretieren, dass man in des Vaters Reich so hell leuchtet, dass man die Strahlung Gottes aushalten kann! Denn es wird uns doch auch gesagt, dass kein Mensch Gott schauen könne, weil er dann sterben müsse. Wobei hier wohl eher ein Verglühen gemeint ist.


    Diesen Zustand des hellen Leuchtens erreicht man aber nur, wenn man Gottes Willen tut, der uns im Liebegebot bekannt gemacht wurde. Also nur getauft zu sein und an Gott zu glauben, ist hierfür etwas zu wenig. (Kommt noch drauf an, was man unter "Glauben" versteht).


    Kommen wir nun zu dem, was unter "verdammt werden" zu verstehen ist. Gott hat die gefallenen Engel und später die Menschen aus dem Lichtreich verwiesen. Das kann man als Verdammnis auffassen. Aber es wäre ein Missverständnis, wenn man denken würde, Gott verdammt Menschen heute noch aktiv, weil man ihn durch sein Nicht-Glauben beleidigt hätte. Nein, so ist das nicht. Menschen, die nicht an Gott glauben und das Liebegebot nicht halten, werden nach ihrem irdischen Ableben in einen Bereich der Schöpfung gelangen, der ihrem seelischen Zustand angemessen ist.


    Ich sprach aber schon mal davon, dass das Bewusstsein der Seele nicht identisch ist mit dem, was wir als unser Tagesbewusstsein hier in der irdischen Welt bezeichnen können. Die meisten Menschen sind sich ihrer Seele garnicht bewusst! Und da habe ich gemeint, dass eine Seele durchaus von ihren Absichten, die sich in ihrer Leuchtkraft niederschlagen, in einem Bereich landen kann, der heller ist, als der Bereich, in dem sich Christen befinden, die pro forma der christlichen Lehre nahestanden.

    Ich habe in meinem Leben immer wieder Esoteriker kennen gelernt, die die biblischen Aussagen gerne in ihre Richtig umbiegen wollten. Die sahen das Kartenlegen, die Astrologie, das Besprechen und anderes mehr als eine wichtige Hilfe im christlichen Glaubensleben an. Da möchte ich ganz klar wiedersprechen.

    Ja, da würde ich auch widersprechen. Das Heil findet man nur in dem Erlöser Jesus Christus, der den erlösten Menschen dann zum Vater führt.


    Aber wie in dem Vortrag von Klaus Eickhoff ja gesagt wird, die Esoterik ist ein völlig unübersichtliches Feld von Anschauungen und Praktiken.


    Mir scheint, dass bibeltreue Christen allein schon das Herzensgebet, bei dem der Name Jesus Christus auf den Atem gelegt wird, in den Bereich der Esoterik verweisen. Das ist natürlich Unsinn. Damit stehen sich diese Christen selbst im Weg, um die wirkende Kraft Gottes in sich selbst wahrnehmen zu können.


    Ganz im Gegenteil. Erst wenn Christus im eigenen Herzen lebendig wird, wird man von ihm in die Lage versetzt, die Einheit zwischen Christen, die durch den heiligen Geist gewirkt wird, wahrzunehmen.


    So nun habe ich etliches geschrieben, ich hoffe es wich nicht zu sehr vom Thema des Threads ab.


    Lichten Gruß von Enar

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