Gleich berechtigung bei Ortsnamen

  • Wenn wir nach Bozen oder Rom fuhren, wussten wir, dass die Italiener von Bolzano und Roma sprechen. Im letzten Jahr übernachteten wir in Abenrade und die Dänen nennen es Abenraa., Brüssel ist Bruxelles für Einheimische und Prag Praha. In Posen ( Poznan) machten wir auch schon Urlaub u.s.w. Wir waren auch 3x in Kiew und knapp einen Monat in Charkow. Ich unterhielt mich mit Flüchtlingen, die Charkow als ihre Heimat nannten, andere sagten, sie kämen aus Kiew. Der Flugkapitän erklärte : "Lemberg, Lwow". zu Beginn des Krieges waren Namen wie Dnjepr, Rowno, Kiew, Charkow....gebräuchlich in den Nachrichten. Inzwischen sprechen die Medien ( anders als die Flüchtlinge von dort) nur noch vom Dnjipr, von Kijiw, Charkiw, Riwne, Lwiw....Ich frage mich, was das soll. Wo bleibt die Gleichberechtigung? Dann müssten die Medien auch von Bruxelles oder Warschawa, von Gzyzko statt Lötzen reden. Was soll damit erreicht werden, das den Einheimischen von dort nicht bekannt ist, denn kürzlich traf ich im CVJM wieder 2 Frauen, die russisch, nicht ukrainisch sprachen und von Charkow redeten. Ebenfalls haben die zahlreichen Juljas, die kommen, einen russischen Vornamen, denn ukrainisch heißt es Julija. Wir kämpften vor einiger Zeit lange mit Behörden, denn unsere Julja wurde von ihrer Mutter Julja genannt und im ukrainischen Pass steht Julja. Weil sie Ukrainerin ist, wollten unsere Ämter ihren Namen ändern und daraus Julija machen. Wir bestanden darauf, dass sie den Namen behielt, den ihre Mutter Antonina ihr gab, bevor sie starb.

    Was für ein Ausland gilt, sollte für alle gelten! Dann würden meine Verwandten nicht mehr in Ratibor und Kranstädt leben sondern in Raciborz und Krzanowice. Seht ihr einen Sinn darin, sich anzupassen?

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