Explosion im Baustellenklo

  • Explosion im Baustellenklo


    Drei unbekannte Täter haben am Mittwochabend an der Nadorster Straße ein Baustellen-WC zerstört.

    Die Behelfstoilette aus Kunststoff war auf einem Baustellengelände an der Nadorster Straße aufgestellt, etwa in Höhe der Einmündung in die Ackerstraße. Um 22 Uhr meldete sich ein Zeuge über Notruf bei der Polizei und schilderte, dass er zuvor einen lauten Knall wahrgenommen und dann gesehen habe, wie Funken aus dem Klohäuschen sprühten. Das Kunststoffgehäuse der Toilette sei dabei auseinandergerissen worden. Ein weiterer Zeuge habe unmittelbar danach auf der anderen Straßenseite der Nadorster Straße drei Personen gesehen, die nach der Explosion laut herumgröhlten und sich offenbar zujubelten. Die Gruppe habe sich anschließend entfernt.

    Bei den drei Tatverdächtigen soll es sich um zwei 25- bis 35-jährige Männer und eine 20- bis 25-jährige Frau gehandelt haben. Einer der Männer sei 1,60 Meter groß, kurzhaarig und mit einem hellen, beigefarbenen Mantel bekleidet gewesen. Der andere sei 1,75 Meter groß und dunkelblond gewesen. Die weibliche Mittäterin soll 1,85 Meter groß gewesen sein, sie habe blonde, hochgebundene Haare und ein Tattoo am Hals gehabt sowie dunkle Kleidung getragen.

    Ob die Explosion durch einen Feuerwerkskörper oder andere explosive Stoffe bzw. Gase ausgelöst wurde, ist nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

    Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0441/790-4115 entgegen.

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    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Das glaube ich auch nicht.


    Aber ich sehe mir die Gegend an, die genannte Kreuzung. Die Nadorster Straße ist eine der großen Ausfallstraßen, die sternförmig vom zentralen Pferdemarkt in alle Richtungen zum Autobahnring führen. Die Straße ist ein wenig heruntergekommen, war sie eigentlich schon immer, mit vielen leerstehenden kleinen Geschäftshäusern. So gab es an dieser Straße eines der ersten Pornokinos der Stadt, und nachdem die Zeit vorbei war, relativ viele Frühlokale und Prostitution. Dann kam auch noch ein kleiner offizieller Obdachlosentreff hinzu. Das wirkt sich über die Jahrzehnte natürlich auf die Gesamtstruktur aus, so dass es neben dem üblichen Leerstand und dem häufigem Inhaberwechsel bei den Gaststätten zu einer Häufung von Geschäften gekommen ist, in denen Sportwetten vermittelt werden, alte Gaststätten wurden zu Shisha-Bars.


    Logisch, denn dort, wo mal legal kein Geld mehr verdienen kann, weil die Kundschaft fehlt, muss man eben Geld waschen, das rechnet sich immer. Übrigens geschah genau an dieser Kreuzung Nadorster/Ackerstraße vor zwei Jahren oder so ein Unfall bei einem illegalen innerstädtischen Autorennen.


    Was ist die Lösung der Stadtverwaltung, der die Problematik natürlich seit Jahrzehnten bewusst ist? Nun, nachdem man immer wieder versucht hat, der illegalen Geschäfte mit polizeilichen Mitteln und vor allem mit dem Steuerrecht Herr zu werden, gibt es jetzt den Vorschlag, die Situation für Autos durch die Anlegung eines Radstreifens und den Abbau von Parkplätzen zu verschlechtern, Tempo 30 wäre dann obligatorisch.


    Ich bin mir sicher, das wird mehr Kunden anlocken, die nicht wissen, wo sie parken sollen und die noch bestehende Geschäftswelt an der Straße entsprechend fördern - mal ganz einmal abgesehen von der jahrlangen Baustelle, die der Vorschlag bedeuten würde. ;)

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