Homosexualität aus biblischer Sicht

    • Offizieller Beitrag

    Homosexualität aus biblischer Sicht


    Zunächst eine Vorbemerkung: Ich habe es leider sehr oft erlebt, dass es in vielen christlichen Gruppen und Kreisen Mitglieder gibt, die in ständiger Angst davor leben, zu sündigen. So wurden sie erzogen, so sind sie aufgewachsen und geprägt worden. Ich habe diese Tatsache über mehrere Jahrzehnte hin immer wieder in mehreren Hauskreisen, Gemeinden und Gemeinschaften erlebt. Leider kommt die Freude in solchen Gruppen und Gemeinschaften oft viel zu kurz. Beispielsweise haben da Jungs und Mädels manchmal Angst, ihren Eltern zu erzählen, dass sie sich das erste Mal verliebt haben.


    Weil sie ja wissen, dass da oft nicht „Ach, wie schön!“ kommt oder „Das freut mich aber!“ oder „Jetzt wird es aber richtig spannend für dich!“, sondern sofort Sätze wie „Na, meinst du nicht, dass Du dafür noch zu jung bist“ oder „Jetzt musst du aber aufpassen, dass du nicht der Sünde verfällst!“ Oder: „Sie mal erst mal zu, dass du in der Schule besser wirst! Mädchen lenken dich jetzt nur ab!“


    Leider habe ich das als früherer Jugendkreisleiter in Neuenkirchen, Landkreis Cuxhaven, und während eines einjährigen Praktikums im CVJM-Kreisverband Dillkreis e. V. in Hessen immer wieder mitbekommen.


    Ich erinnere mich aber noch genau an eine Silvester-Freizeit, die ich vor vielen Jahren in Hermannsburg, Kreis Celle, am damaligen Missionsseminar erlebt habe. Der Hauptreferent der Tagung, Pastor Klaus Vollmer, hielt eine Doppelstunde mit uns im großen Plenum im sog. „Pentagon“ zum Thema „Wenn die Liebe kommt …“.


    Klaus leitete das Thema mit einer bildhaften Beschreibung ein, aber schon nach zwei Sätzen kam die erste Frage, gestellt von einem Studierenden am Seminar, der an der Tagung auch teilnahm: „Wenn aber die Sünde kommt?“


    Klaus antwortete: „Wieso Sünde? Wir sind doch jetzt erst einmal dabei, uns darüber auszutauschen, wie schön es ist, wenn in zwei Menschen die Liebe ausbricht.“

    „Ja“, sagte der Studierende, „aber dann, was machen wir dann, wenn die Sünde kommt?“ – „Gemach, gemach, es geht hier überhaupt nicht um Sünde. Es geht um die Liebe und um das sich Verlieben!“


    Während der ganzen gut 90 Minuten reagierte dieser junge Mann immer wieder mit einer Frage auf die Aussagen von Klaus Vollmer:

    „Romantik“? - „Wenn aber die Sünde kommt?“ – „Du bist wunderschön!“ - „Wenn aber die Sünde kommt?“ – „Ich freue mich und bin Gott so dankbar!“ -„Wenn aber die Sünde kommt?“ usw. usw.


    Klaus sagte: „Ja, aber nun freut Euch doch erst einmal über dieses Wunder!“ - „Wenn aber die Sünde kommt?“


    Freuen? Ja … aber erst einmal Angst vor der Sünde thematisieren. Das alles kommt ja aber nicht von ungefähr. Denn manche benötigen immer einen „drohenden Gott“! Das sind sie so gewohnt! Viele Pietisten reden leider um ein Vielfaches mehr von der Sünde und von den Geboten als von der Vergebung!


    Nun zum Thema: Einerseits ist es ja so, dass ausgelebte Homosexualität in der Bibel tatsächlich als Sünde oder als „ein Greuel“ bezeichnet wird. Wer will das denn ernsthaft bestreiten? Aber, man achte bitte immer auf den Zusammenhang. Tatsächlich gibt es sowohl im AT als auch im NT mehrere Texte, wo wir davon konkret lesen können. Wobei es aber, wenn man mal genau nachschaut, nur wenige Textstellen gibt, die das ganz direkt und konkret aussprechen. Außerdem ist nicht zu übersehen, dass im AT vieles andere ebenfalls auch als „ein Greuel“ bezeichnet wird.


    Viele Dinge davon werden heute in konservativen christlichen Kreisen aber überhaupt nicht als Sünde bezeichnet. Das muss man aber wissen, wenn man über Homosexualität im biblischen Zusammenhang spricht und ausgelebte Sexualität in einer bestimmten Weise bewertet und bestimmte Bibelstellen dafür als Begründung anführt!


    Einer der oft zitierten Bibelverse ist 3. Mose 20, 13: „Wenn ein Mann mit einem anderen Mann schläft, ist dies eine abscheuliche Tat. Beide sollen mit dem Tod bestraft werden, ihre Schuld fällt auf sie zurück.“ (Gute Nachricht Bibel)

    Auf der Website der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau lesen wir dazu:


    „… Homosexualität, schwul, lesbisch – das sind moderne Bezeichnungen, die die Bibel nicht kennt. Im 3. Buch Mose steht: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so ist das ein Greuel und beide sollten des Todes sterben.“ (3. Mose 20, 13)

    Im selben 3. Buch Mose steht geschrieben: Das Essen von Lebewesen aus dem Wasser ohne Schuppen und Flossen, also zum Beispiel Muscheln oder Scampi, ist ebenfalls ein Greuel. (3. Mose 11, 10) Soll also des Todes sterben, wer eine Frutta di Mare-Platte im Italienurlaub bestellt? Blutwurst gehört auch zu den Greueltaten – schlechte Nachricht für die hessische Schlachtplatte! (3. Mose 19, 26) Bei der Auslegung der Bibel wurde Homosexualität oft mit Tempelprostitution, Vergewaltigung oder Knabenliebe gleichgesetzt. Damit hat gleichgeschlechtliche Liebe jedoch nichts zu tun.

    Der Apostel Paulus geht davon aus, dass Frauen und Männer sich aus Gottlosigkeit dem eigenen Geschlecht zuwenden (Römer 1, 26). Der Mensch liebe nur sich selbst. Das sei Sünde. So versteht Paulus Homosexualität. Eine Frau liebt eine Frau. Ein Mann liebt einen Mann. Nicht aus Selbstliebe, sondern weil der andere anders ist – das kommt im Weltbild des Paulus nicht vor. Die Bibel kennt allerdings starke Zuneigung zwischen Menschen gleichen Geschlechts. So sagt Rut zu ihrer Schwiegermutter Noomi: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch.“ (Rut 1, 16) Erstaunlicherweise sind diese Worte von Frau zu Frau als Trauspruch heute für Braut und Bräutigam beliebt. Auch David zeigt starke Gefühle, er weint über seinen verstorbenen Freund Jonatan: „Deine Liebe ist mir wundersamer gewesen, als Frauenliebe ist.“ Welche Art von Liebe damit gemeint ist, bleibt offen.

    Homosexualität in der Bibel EKHN https://www.ekhn.de/glaube/gla…alitaet-in-der-bibel.html



    Was machen wir jetzt mit diesen Aussagen? Sind Muscheln, Scampis oder Blutwurst für uns Christen also auch sehr schlimme Sünden? Oder doch nicht? Wenn nicht, wer entscheidet den dann, dass gleichgeschlechtliche körperliche Liebe wirklich Sünde ist, das Essen von Muscheln, Scampis oder Blutwurst aber nicht? Nach welchen Kriterien oder anderen Verfahren wird das hier festgestellt und verbindlich entschieden?


    Sowohl im AT als auch im NT werden auch sehr viele andere vermeintliche Sünden genannt. Und das wesentlich öfter. Wer meint, ständig ausgerechnet von der Homosexualität als Sünde reden zu müssen und betreffende Personen dauernd heftig anklagt, der sollte doch erst einmal unter Beweis stellen, dass er mit all den anderen Sünden der Bibel so umgeht, dass diese bei ihm auch nicht vorkommen! Das aber wird kaum möglich sein.


    Hier einige Gedanken über das Thema von der Theologin und Bibelwissenschaftlerin Ilse Müllner aus Kassel:


    Die Kasseler Bibelwissenschaftlerin Ilse Müllner zur Causa Wucherpfennig "An keiner Stelle verurteilt die Bibel Homosexualität!"

    Der Streitfall um den Frankfurter Neutestamentler Ansgar Wucherpfennig zeigt, wie konfliktreich der kirchliche Umgang mit Homosexualität ist. Dabei verurteilt die Bibel gleichgeschlechtliche Liebe an keiner Stelle, sagt Ilse Müllner im katholisch.de-Interview. Die Theologin erklärt, warum einige Bibelstellen für heutige Ohren missverständlich klingen.

    Von Madeleine Spendier | Bonn - 16.10.2018

    Der Neutestamentler Ansgar Wucherpfennig hatte sich vor zwei Jahren zur Bewertung von Homosexualität in der Bibel geäußert. Nun verweigert ihm die vatikanische Bildungskongregation das "Nihil obstat" für das Amt als Rektor der Hochschule Sankt Georgen. Doch der Jesuit hat differenziert und nachvollziehbar argumentiert, findet die Bibelwissenschaftlerin Ilse Müllner.

    Frage: Frau Müllner, der Jesuit Ansgar Wucherpfennig hat die biblische Verurteilung der Homosexualität als "missverständlich formulierte Stellen" bezeichnet – und wurde dafür vom Vatikan gemaßregelt. Wie sehen Sie das? Lässt sich aus der Bibel eine Abwertung von Homosexualität herauslesen?

    Müllner: Nein, aus der Bibel lässt sich überhaupt nicht ableiten, wie man sich heute als Christ oder als Christin mit Blick auf das Thema Homosexualität positionieren muss. Erstens, weil die Bibel nichts über Homosexualität, wie wir sie heute verstehen, aussagt. Und zweitens, weil die sexuellen Akte, die darin beschrieben werden, immer in ihrem jeweiligen kulturellen und sozio-historischen Kontext betrachtet werden müssen. Die Vorstellungen von einer homosexuellen Partnerschaft gab es damals noch nicht. Davon spricht man erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

    Frage: Gerne werden Levitikus 18,22 und Römer 1,26-27 für eine negative Bewertung von Homosexualität herangezogen.

    Müllner: Man kann diese Stellen nicht gegen Homosexualität, wie sie heute verstanden wird, heranziehen, denn es geht darin nicht um eine auf Dauer angelegte Liebesbeziehung von Menschen gleichen Geschlechts. Das muss man wissen, bevor man solche Zitate zur Argumentation heranzieht. Bei Levitikus wird abgelehnt, wenn ein Mann bei einem Mann wie bei einer Frau liegt. Damit wird Analverkehr zwischen Männern beschrieben.

    Doch es geht hier nicht um eine homosexuelle Beziehung. Es geht um einen Geschlechtsakt, der verurteilt wird, weil er nicht als gemeinschaftsförderlich angesehen wird. Das wird aus dem Kontext deutlich, wo unter anderem auch der Geschlechtsverkehr mit einer menstruierenden, also zu diesem Zeitpunkt nicht fruchtbaren Frau, abgelehnt wird. Aus der erzählenden Literatur wird oft auf Genesis 19 verwiesen. Hier sollen Gäste, die in die Stadt Sodom, daher der Begriff Sodomie, kommen, durch Sexualverkehr gedemütigt werden. Es geht wieder nicht um homosexuelle Beziehungen. Stattdessen sollen Männer durch eine Gruppe anderer Männer vergewaltigt werden. Es geht also um fremdenfeindliche Gewalt. Bei dieser Bibelstelle wird der Zusammenhang von Sexualität und Macht deutlich. Mit diesem Zusammenhang müssen wir uns ja gerade auch im Hinblick auf den Missbrauchsskandal auseinandersetzen.

    Frage: Es geht also eher um Macht als um gleichgeschlechtliche Liebe?

    Müllner: Ja, in der Antike ist ein sexueller Akt zwischen Männern durch ein Machtverhältnis definiert. Es geht nicht um eine Partnerschaft auf Augenhöhe, sondern darum, auszusagen, wer mächtig und reich ist und wer den anderen sexuell wie einen Sklaven beherrscht. Es wird hier vom erwachsenen Mann und dem Knaben gesprochen, vom Überlegenen und dem Unterlegenen. Sexualität kann auch zur Kriegswaffe werden, auch etwas, was wir bis in die heutige Zeit hinein kennen. Gegen diese antike Praxis einer machtförmigen Sexualität zwischen Männern hat sich Paulus in seinem Brief an die Römer gewandt. Daher verurteilt er den Geschlechtsverkehr von Männern mit Männern als "gegen die Natur". Was man aus der Beschäftigung mit biblischen Texten lernen kann, ist, dass es nicht um die Beurteilung einzelner sexueller Akte geht, sondern dass Sexualität immer in Beziehung und im Kontext von Gemeinschaften gelebt wird, also soziale Funktionen hat.

    Frage: Warum berufen sich Bischöfe wie etwa Vitus Huonder aus der Schweiz dann vehement im negativen Sinne auf solche biblischen Aussagen?

    Müllner: Genau das ist das Problem: dass Zitate scheinbar wortwörtlich gelesen und ohne jeden Kontext benutzt werden. Ich finde es alarmierend, wenn einzelne biblische Sätze aus einem komplexen System herausgerissen und in der Sexualethik angewandt werden. Warum findet das nicht auch gleichermaßen in der Wirtschaftsethik statt? Es gibt klare Aussagen zum Schuldenerlass in der Bibel bei Dtn 15. Warum sagt da niemand: Das müssen wir wortwörtlich nehmen und den Menschen nach sieben Jahren die Schulden erlassen? Es gibt auch ein Zinsverbot in der Bibel bei Lev 25 oder bei Dtn 23, das übrigens auch kirchlich immer wieder praktiziert wurde.

    Biblische Worte und Texte werden gerne als verpflichtend angesehen, wenn sie das bestätigen, was man selbst für gut hält. Tun sie das nicht, werden sie als Zeugnisse einer vergangenen Lebenswelt abgebucht. Die Aufgabe einer christlichen Kirche und ihrer Theologie ist immer, ins Gespräch mit den Texten der Bibel zu gehen und das in Sensibilität für die jeweils gegenwärtige gesellschaftliche Situation zu tun. Die Bibel ist ein Kanon aus unterschiedlichen Schriften, in denen es Spannungen und Widersprüche gibt. Diese Vielfalt ist gewollt und spiegelt die Vielfalt der Menschen auch unserer Zeit.

    Frage: Gibt es Bespiele für eine homosexuelle Beziehung in der Bibel?

    Müllner: Gerne werden dafür die Freundschaft von Jonathan und David herangezogen oder das Verhältnis von Rut zu ihrer Schwiegermutter Noomi. Ob die Beziehung von David und Jonatan sexuelle Aspekte hat, ist in der Erzählung offen, jedenfalls wird von Liebe gesprochen. Ebenso wie bei Rut und Noomi ist aber deutlich, dass die Lebensbeziehungen von großer Tiefe und Verbindlichkeit sind.

    Interessant ist, dass Zitate aus der Rut-Erzählung gerne in der Hochzeitsliturgie verwendet werden: "Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott." Das verspricht eine Frau einer anderen, das sagt die Schwiegertochter zu ihrer Schwiegermutter, die wenigsten wissen um diesen Zusammenhang.

    Frage: Warum ist es dann ausgerechnet die Homosexualität, die die Kirche als nicht gottgewollt verurteilt?

    Müllner: Es ist nicht die Kirche, die das verurteilt. Es sind bestimmte kirchliche Kreise, die das machtvoll und eindrücklich tun. Ich finde es unangemessen, solche Urteile im Namen Gottes zu fällen. Eine Auswirkung davon sehen wir dann ja aktuell im Umgang mit Ansgar Wucherpfenning. Es hinterlässt einen desaströsen Eindruck, wenn er, der nicht nur an der Hochschule lehrt, sondern auch Homosexuellenseelsorger ist, aufgrund seiner Aussagen zur Homosexualität als Rektor nicht mehr im Amt bestätigt wird. Dabei hat er, auch als Bibelwissenschaftler, sehr differenziert argumentiert und für mich völlig nachvollziehbare Aussagen getroffen. (….)

    https://www.katholisch.de/arti…die-bibel-homosexualitaet


    Wie schon erwähnt, geht es im besagten Text in Röm. 1 vordergründig gar nicht um partnerschaftliche Homosexualität, sondern um viele mögliche Sünden, die Menschen begehen können und die viele Menschen auch begehen.

    Der gleichgeschlechtliche Verkehr ist dort nur eine von vielen genannten Dingen.


    Es ist geradezu eine Schande, wenn manche Christen gerade diese Verse verwenden, um einseitig Homosexuelle zu kritisieren, während sie die anderen dort erwähnten vermeindlichen „Greuel“ aber außen vor lassen und nicht einmal darüber nachdenken.


    Besonders bei pietistischen und evangelikalen Christen habe ich das leider sehr oft so erleben müssen: Die anderen dort genannten Sünden werden in der Regel geflissentlich überlesen oder mit einen „Naja, das ist dann eben so!“ quittiert! – Aber, die bösen Homos!!! Die kann man mit großem Ekel richtig heftig kritisieren!


    Interessant ist übrigens, dass Homosexualität nach meinem Kenntnisstand im NT nicht ein einziges Mal von Jesus konkret thematisiert wurde, sondern nur von seinen Nachfolgern, wie beispielsweise von Paulus. Da ist doch die Frage erlaubt, weshalb das wohl so ist. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, dass Jesus den Fragen nach Sünden auswich. Hat das in der Bewertung eine Bedeutung?


    Angeführt werden von konservativen Theologen oft Bibelstellen wie z. B. Mk. 7,21-22 als Beleg dafür, dass auch Jesus die Homosexualität verurteilte. Dazu lesen wir auf Wikipedia:


    Mk 7,21–22: „Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft.“

    Dieser Laster-Katalog nennt an erster Stelle „Unzucht“ (porneia). Der Ausdruck bezeichnete im Judentum damals alle Formen von Sexualverkehr außerhalb der normativen heterosexuellen Einehe und grenzte sich damit von griechisch-römischen Verhaltensweisen ab, darunter beiläufig auch von homosexuellem Verkehr.[70]

    Für konservative Exegeten belegt diese Stelle, dass Jesus die Toraverbote von Ehebruch, Inzest, Zoophilie und Homosexualität in Lev 18–23 bekräftigt habe, so dass sie im Christentum gültig geblieben seien. Er habe mit Mk 7,19 die Speise- und Zeremonialgesetze aufgehoben, aber in Mk 7,21–23 die moralischen Gebote wiederholt.[71]

    https://de.wikipedia.org/wiki/…osexualit%C3%A4t#Mk_7,21f.



    Soviel zunächst von mir zum Thema „Homosexualität aus biblischer Sicht“. Jetzt komme bitte keiner darauf, daraus zu schließen, dass ich Homosexualität gut, schön, spannend oder anregend finde. Darum geht es aber überhaupt auch nicht! Wie ich persönlich Homosexualität finde, ist doch überhaupt nicht die Frage.


    Vielmehr geht es darum, wie wir als Menschen – und erst recht als bekennende Christen – mit anderen Menschen, die homosexuell sind, umgehen.

  • Oder noch schlimmer, Trans oder binär...dazu sagt nicht einmal der Leviticus was. Ohgottogottogott...


    13 Kerle, die durch die Gegend ziehen und ihr wollt mir erzählen, dass davon keiner schwul war? Lachhaft...

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • In Irland wird ein christlicher Lehrer, der gegen LGBT+ zu Felde zieht, wohl das Weihnachtsfest im Knast verbringen. Allerdings nicht wegen seiner Homophobie, sondern weil er nach seiner Suspendierung gegen eine gerichtliche Anordnung, die Schule nicht mehr zu betreten, wiederholt verstoßen hat.


    Hintergrund der Suspendierung war, dass sich der Mann weigerte, eine trans Person im Unterricht mit ihrem neuen Namen anzusprechen und das genderneutrale Pronomen „they“ zu benutzen. Ok, über Letzteres könnte man streiten, nicht aber darüber, die Person nicht mit ihrem neuen Namen anzusprechen. Das ist eine Ungehörigkeit und wer sich so benimmt, hat in der Schule nichts verloren.

    Zitat

    Burke und seine Familie sind in Irland berüchtigt. Seit Jahren ziehen sie gegen alles zu Felde, was mit LGBT+ zu tun hat. Sie protestierten vor dem Parlament mit Plakaten, auf denen Bibelsprüche standen; sie sprachen Passanten an, um sie vom Zusammenhang zwischen Homosexualität und Aids zu überzeugen; sie behaupteten auf Flugblättern, dass Homosexualität zu Inzest und Pädophilie führe, und protestierten gegen Gay-Pride-Paraden.

    (...)

    Zu dem Angebot des Richters Conor Dignam, über die Ferienzeit freizukommen, sagte Burke, (...) Das Angebot sei ein Versuch des Richters, das eigene Gewissen zu beruhigen (...). Er werde das Gefängnis nur verlassen, wenn festgestellt würde, dass seine Inhaftierung gegen sein Recht auf Ausübung seiner Religion verstößt. Alles andere wäre ein Verrat am Glauben und am irischen Volk. Der nächste Gerichtstermin ist am 16. Februar; bis dahin bleibt Burke in Haft.

    (...)

    TAZ

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

  • Zitat

    Burke wird von rechten Gruppen unterstützt, in den sozialen Medien bejubeln sie ihn als Märtyrer für freie Meinungsäußerung.

    TAZ

    Das ist ja klar, man braucht ja nur nachzulesen, was z.B. auf Tagungen der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung so 'referiert' wird.


    Zur Einstimmung der Teilnehmer verschickt der Vorsitzende der Landesstiftung, Dietrich Wienecke, zwei Texte aus seiner „persönlichen Vorbereitung“, wie er schreibt.

    (...)

    Wienecke warnt darin vor übermächtigen links-grünen Neomarxisten: „Deutschland befindet sich wie die gesamte westliche Welt mitten in einer neomarxistischen Umwälzung.“ Alle großen Themen der letzten Jahre seien davon geprägt: Euro-Rettung, Energiewende, „Flüchtlingskrise“, „Homo-Ehe“, Coronapandemie, Ukraine­krieg. Die Gesellschaft spalte sich in zwei Gruppen: „diejenigen mit einem traditionellen Verständnis von Recht und Gerechtigkeit und diejenigen mit dem neuen Machtanspruch einer höheren Moral“.

    (...)

    Er spricht von einer „neuen Zivilreligion“, die Homosexualität als „(mindestens) gleichberechtigte Lebensform“ betrachte – scheinbar im Widerspruch zur christlich-fundamentalistischen und wortgetreuen Bibelauslegung, wo es doch heißt: „Es ist ein Greuel.“

    (...)

    TAZ

    "Ihr Menschen seid schwach und zerbrechlich! Wenn Euer Magen spricht, dann vergesst Ihr Euer Hirn!
    Und wenn Euer Hirn spricht, dann vergesst Ihr Euer Herz! Und wenn Euer Herz spricht, dann vergesst Ihr alles!"

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