Polizeigewalt in Lützerath: Demokratie erleben, Nase gebrochen

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    Polizeigewalt in Lützerath: Demokratie erleben, Nase gebrochen
    Ein politischer Familienausflug endet mit Gesichtsverletzungen. In Lützerath hat nicht nur der Kampf gegen den Klimawandel eine Niederlage erlitten.
    taz.de




    Was denkt Ihr nach dem Lesen diesesr Berichte?

  • Zitat

    Familie A. ist nicht damit einverstanden, dass der Energiekonzern RWE die Braunkohle in der Region fördern will, dafür das ganze Dorf abreißen lässt und das Klima schädigt. Was die Familie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt: Wenige Stunden später werden sie alle große Zweifel hegen, nicht nur an der Klimapolitik, sondern auch an dieser Demokratie.

    Der Widerstand gegen die Demokratie wird ja schon dadurch zum Ausdruck gebracht, dass man sich auf diese Weise gegen eine Entscheidung der demokratisch gewählten Regierung zur Wehr setzt. Das Recht ist nun mal auf Seiten dieser Regierung und auch auf Seiten des Energiekonzerns RWE. Die Polizei dient hier als Teil der Exekutive, um dieses demokratische Recht durchzusetzen. Wer dagegen Widerstand leistet, muss damit rechnen, die Folgen zu spüren.


    Glaubt hier eigentlich irgendjemand, dass es der Polizei Spaß macht, bei solchen Demonstrationen mit einem Großaufgebot auflaufen zu müssen?


    Glaubt hier eigentlich irgendjemand, dass sich die Polizisten voller Freude mit Steinen, Fäkalien und dergleichen auf diesen bunten und friedlichen Demonstrationen bewerfen lassen?


    Ich bin auch nicht damit einverstanden, dass die Kohle unter Lützerath abgebaggert wird. Aber meine Nase ist unversehrt...Warum? Weil ich die demokratischen Grundregeln akzeptiere, wenngleich ich entschieden dafür eintrete, dass nur Gottes Reich in der Lage ist, Unruhen und politische Konflikte zu beenden.


    Ebenso würde ich nicht randalierend durch die Straßen ziehen:


    Proteste gegen Räumung von Lützerath: Rund 200 Vermummte randalieren in Berlin
    In der Nacht zu Freitag haben mutmaßliche Linksradikale Schaufenster in Berlin-Mitte zerstört. Zudem wurden Parteibüros der Grünen attackiert.
    www.tagesspiegel.de


    Glaubt hier irgendjemand, dass das eine überzeugende Form des friedlichen und bunten Protests ist?


    Vielleicht darf darüber ja noch nachgedacht werden:


    Gewalt gegen Polizisten: Die Integrationsverweigerer von Lützerath
    Parallelwelten gibt es nicht nur in migrantischen Milieus. Das größere Problem ist biodeutsch und radikalökologisch.
    www.spiegel.de

  • Nemesis,

    du hast es gut ausgedrückt: " die demokratischen Grundregeln akzeptieren". Die Regierung, die das beschloss, wurde gewählt und nun müssen die Konsequenzen akzeptiert werden. Man kann durchaus seinen Unwillen artikulieren, aber sich in Tunneln zu verschanzen und die Polizei zu provozieren ist nicht in Ordnung. Sollte es tatsächlich zu diesen Ausschreitungen gekommen sein, ist das nicht in Ordnung, aber verständlich. Ich frage mich, weshalb ZDF, ARD, PAZ nie darüber berichteten, das sind seriöse Medien.

  • Ich frage mich, weshalb ZDF, ARD, PAZ nie darüber berichteten, das sind seriöse Medien.

    Nun, diese Frage stelle ich mir nicht, weil ich weiß, dass die Medien tendenziös berichten, je nachdem welche Politiker oder Wirtschafter da in den Verwaltungsräten und Beiräten "ein Wörtchen" mitzureden haben.


    Das macht die Recherche nach plausiblen und wahrheitsgemäßen Informationen ungleich schwieriger, aber es lässt sich noch bewerkstelligen.


    Man kann durchaus seinen Unwillen artikulieren, aber sich in Tunneln zu verschanzen und die Polizei zu provozieren ist nicht in Ordnung.

    Genau so sehe ich das auch. Wenn man sich den Artikel der taz genau durchliest, bekommt man einen Eindruck davon, auf welchem Level solche Proteste an dem eigentlichen Problem vorbeirauschen....


    Hier wird der Klimaschutz für die Radikalisierung und Gewalt gegen den demokratisch gewählten Staat instrumentalisiert, womit Gewalt gegen Polizisten rechtfertigt werden soll, was ja auch durch die mehr oder weniger latent gewaltverherrlichenden Botschaften auf den Demo-Plakaten verdeutlicht wird.

  • Klar, wenn die Geldsäcke beschließen, dass unsere Erde nur noch dreißig bis vierzig Jahre bewohnbar sein soll, weil diese Wichser doch alles ausbeuten wollen, dann ist das doch OK. Dann dürfen sich die Betroffenen natürlich nicht wehren! Einfach nur brav JA schreien!


    Die sind doch im Recht, wenn sie unseren Lebensraum zerstören! Manchmal ...


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    mfg Günter "Conny", Administrator


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