Hat GOTT tödliche Viren erschaffen? | Mit Roger Liebi (21.06.2021)


  • 21.06.2021

    Bibel, Wissenschaft, Erfüllte Prophetie, Logik des Glaubens | mit Dr. Roger Liebi


    Zu den schwierigsten Fragen der Menschheit gehören Fragen wie: „Warum gibt es Leiden?“ Wenn wir mit Teleskopen in die Tiefen des Weltalls blicken, sehen wir Wunder über Wunder, überwältigende Ordnung und Struktur, Präzision und Schönheit. Genauso geht es uns, wenn wir die Vielfalt und den Reichtum der Pflanzen- und Tierwelt bestaunen. Doch, warum gibt es Krankheit und Tod? Weshalb gibt es tödliche Viren und das Problem von lebensbedrohenden Bakterien? Was wissen wir über ihren Ursprung? Wie bringt man Krankheit und Seuchen in unserer Welt mit der biblischen Botschaft von einem Gott der Liebe zusammen?

  • Besonders nett fand ich die Bemerkung über den 6. Schöpfungstag, dass die Schöpfung nach der Erschaffung der Frau als sehr gut bezeichnet wurde. Ich denke allerdings, dass eher die Männer vergesslich sind, und ihre Wertschätzung den Frauen gegenüber zu selten zum Ausdruck bringen, geschweige denn Gott dafür zu danken.


    Grundsätzlich kann ich den Ausführungen in einer Vielzahl von Punkten zustimmen. Dennoch möchte ich in Bezug auf die besprochenen Bibeltexte aus 1. Mose 3, Hiob 33 und Römer 8 einige Punkte anmerken:


    zu 1. Mo 3,14: Wen trifft der Fluch über die Schlange?


    Nicht die Schlange als Tier und Teil der Schöpfung Gottes wird verurteilt. Satan wird verurteilt.


    Liebi hat ja korrekt ausgeführt, dass es Satan war, der hier die Schlange für seinen perfiden Plan missbrauchte. Die Schlange sprach also nicht von sich aus, was ja auch logisch ist. Schlangen können nicht durch gesprochene Worte mit Menschen kommunizieren (das gibt es allenfalls bei Harry Potter); außerdem haben sie auch nicht das Bewusstsein, die Souveränität des Schöpfers infrage zu stellen.


    Folglich trifft der Fluch logischerweise nicht die Schlange als Tier, sondern den, der die Schlange missbrauchte - nämlich Satan selbst, der im Widerstand zu Gott denkt und handelt.


    Dass Satan gemeint ist und nicht die Schlange als Tier wird auch durch V. 15 deutlich:


    Zitat

    Ich stelle Feindschaft zwischen dich und die Frau, / deinem Nachwuchs und ihrem. / Er wird dir den Kopf zertreten, / und du wirst ihm die Ferse zerbeißen."


    Gott verfluchte Satan nicht nur zum Tode, sondern erniedrigte ihn auch von seiner hohen himmlischen Stellung als Engel in "den Staub", der sich auf dem Bosen befindet. Wie die Schlange, die auch vor dem Sündenfall des Menschen auf dem Bauch kroch und züngelte, hat Satan keinen Anteil mehr an der geistigen Erhabenheit, die in Gottes Gegenwart wirkt. Er muss gewissermaßen Staub fressen, solange er noch lebt.


    Gott rügt Satan hier also in zweifacher Hinsicht, indem er zunächst seine Anmaßung verurteilt und indem er auch noch die Eigenschaften des Tieres auf ihn anwendet, welches Satan sich für seine Rebellion gegen Gott aussuchte.


    Das Züngeln der Schlange und ihre eingeschränkte Sicht weisen auf den erniedrigten, verfinsterten geistigen Zustand hin, indem sich Satan und die Dämonen seit ihrer Rebellion befinden.


    Zitat von 2. Pet. 2,4

    4 Denn Gott hat selbst die Himmelsengel, die bewusst sündigten, nicht verschont, sondern sie in den finsteren Höhlen der Unterwelt eingeschlossen und dazu ausgeliefert, dass sie dort bis zum Gerichtstag verwahrt werden.

    Zu Römer 8:


    Wer bzw. Was ist mit der "Schöpfung" gemeint, die "seufzt" und "sehnsüchtig auf die Errettung aus der Sklaverei der Vergänglichkeit" hofft und wartet?




    Das muss sich direkt auf die Gesamtheit der Menschen beziehen. Die Menschen wurden aufgrund des Sündenfalls als Sklaven in die Vergänglichkeit verkauft. Auch hier schlussfolgert Liebi korrekt, dass der Tod für Menschen nicht von vornherein gedacht war.

    Allerdings: Was die Tier und Pflanzenwelt betrifft, so kann diese Aussage nicht oder nur indirekt zutreffen. Warum? Weil weder Tiere noch Pflanzen ein Bewusstsein für Gottes moralische Maßstäbe haben und sie nicht wie Menschen und Engel entscheiden können, ob sie sich an die Grundsätze Gottes halten wollen oder nicht.


    Natürlich leidet die Tier und Pflanzenwelt unter den Auswirkungen der Sünde des Menschen, weil es dem Menschen nun nicht mehr möglich ist, dem Auftrag Gottes entsprechend, die Aufsicht über das Wohlergehen der Natur zu übernehmen, was sich durch systematische Zerstörung und Ausbeutung der Natur und ihrer Ressourcen äußert.


    Menschen können darüber hinaus sehr wohl einen direkten Anteil an der "herrlichen Freiheit der Kinder Gottes" haben oder das "Begrüßungsgeschenk des Geistes" empfangen. Tieren oder Pflanzen ist dies aber nicht möglich, weil ihnen das Bewusstsein dafür fehlt.


    Vergänglichkeit für Tiere und Pflanzen gab es auch vor dem Sündenfall, denn Gott sagte nur über den Menschen, dass er ewig leben könne und dass er sterben müsse, wenn er sein gebot nicht befolgte. Außerdem wussten Adam und Eva ganz genau, was es bedeutete, zu sterben. Sie sahen es an den Blättern, die zu Boden fielen, an den Tieren, die vergingen, usw.



    Zu Hiob 33: Bedient sich Gott aktiv des Leidens, um Menschen Lehrpunkte zu vermitteln?


    Formulierungen und Aussagen, die fälschlicherweise so verstanden werden könnten, dass Gott als Verursacher von Leid und Lehrer durch Leid in Aktion tritt, müssen unbedingt im Kontext der Schriften untersucht werden.


    Niemals verursacht Gott Leid. Das widerspräche fundamental der Liebe, aus der es kein Leid gibt. Es heißt in Jakobus 1,13-15 ausdrücklich:

    Zitat

    13 Wenn jemand in eine Versuchung gerät, soll er nicht sagen, dass diese Versuchung von Gott kommt. Denn Gott selbst kann nicht zu irgendeiner bösen Tat angestiftet werden, und er führt auch niemanden in solch eine Versuchung hinein.

    14 Sondern es ist so: Jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begehrlichkeiten fortgezogen und gelockt.

    15 Danach geht diese Begierde mit der Übertretung schwanger und bringt sie schließlich hervor. Wenn diese Sünde dann ganz zur Entfaltung gekommen ist, hat sie den Tod zur Folge.

    Leid ist die Folge und der Ausdruck von Sünde. Es ist kein aktiver Akt Gottes, um Menschen irgendetwas zu lehren. Gott lässt das Leid zu, damit die Sünde als Ursache für Leid erkannt wird. Durch seinen Sohn wird er schließlich die Sünde - als Werk des Teufels - abbrechen.


    Hier muss Liebi also ganz klar widersprochen werden: Leid ist unter keinen Umständen ein Ausdruck der Liebe Gottes!


    Abschließend noch ein Punkt, der meine volle Zustimmung findet:


    Weder die Grünen, noch sonst irgendeine politische Partei wird Frieden und verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung erwirken. Das wird ausschließlich durch Gottes Reich und Jesus Christus erfolgen.



    Nun bin ich gespannt, ob sich auf der Grundlage des Vortrags von Liebi ein fruchtbarer Austausch entwickelt. :)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!