Beiträge von Nemesis

    Das Gewissen ist eine natürliche Gabe Gottes, die jedem Menschen innewohnt. Es ist das Vermögen zwischen Recht und Unrecht zu entscheiden. Voraussetzung für einen ausgeglichenen Maßstab des eigenen Gewissens ist die Schulung desselben anhand christlicher Grundsätze.

    Für Administratoren sind Trolle letztlich immer eins: zeitaufwendig. Egal wie darauf reagiert wird, es kostet einfach Zeit und nicht selten auch Nerven. Wir sehen ja den Aufwand, den Günter hier betreiben muss, weil sich immer wieder Trolle in sein Forum einnisten und es als Spielwiese für ihre persönlichen, geistigen Defizite missbrauchen.




    Einen Troll als Troll zu erkennen, stellt sowohl den Admin und die Moderatoren - als auch die User vor eine große Herausforderung. Nicht immer agieren Trolle so offensiv wie "Kurt", dass man es beim 1. oder 2. Post eindeutig erkennen kann.


    Den bisher härtesten Fall erlebte ich in einem Forum, bei dem ein User im Nachhinein einräumte, mit einem ganzen Cluster von insgesamt 24(!) aktiven Alias-Accounts im Forum vertreten gewesen zu sein. Mit diesen Accounts hatte er sich quasi eine eigene Diskussionssphäre geschaffen, bei der es zu beihnahe jedem seine Beiträge irgendwelche Reaktionen gab, was er wohl spannend fand; zumindest so interessant, um damit seine Langeweile zu vertreiben und die Sinnlosigkeit seines Lebens ertragen zu können.


    Es hat mehr als zweieinhalb Jahre gebraucht, um das aufzulösen. Natürlich nutzte er Proxy-Server, IP-Changer, Einmal-Email-Addressen und dergleichen, um nicht sofort aufzufallen. Aber auch inhaltlich waren seine Positionen und sein Schreibstil sehr variabel. Von konservativ, ruhig sachlich bis progressiv, provokativ war da alles dabei.


    Meiner Meinung nach, war das ein echter Profi-Troll, den ich auch erst sehr spät als solchen erkannt habe.


    Ich bin grundsätzlich dafür, Trolle zu ignorieren oder sie zu "markieren", wie ich das bei "Kurt" gemacht habe. Das entspricht meiner Erfahrung aus über 25 Jahren Diskussionen in verschiedenen Internet-Foren.


    Natürlich kann man sich auch mal irren. Ist mir auch schon pasiert. Aber erschreckenderweise liegt man doch oftmals genau richtig.


    Ich denke, Günter hat einen Weg gefunden, mit Trollen umzugehen. Dieser Weg erscheint mir sehr liberal, aber das hat seine Gründe, wie er es auch schon erklärt hat.


    Letztlich ist es sowieso seine Entscheidung, wieviel Mühe er sich mit den Trollen machen will.

    Zitat von Grubendol

    Es wird Sklaverei gerechtfertigt und es sind nicht die verschiedenen Kirche, sondern das Christentum allgemein, das Frauen für minderwertig hält.

    Diese Behauptung wird auch durch noch so häufige Wiederholung nicht stichhaltiger. Darüberhinaus wurden hier im Forum einige Argumente anhand der Schriften dargelegt, welche die Behauptung ad absurdum führen. Aber es gilt natürlich immer noch das, was in #8 erwähnt wird.

    Zitat von Grubendol

    Was gibt es an dem Text misszuverstehen?

    Lies es nach: Beiträge #12; 10; 7; 9; 5; 3;


    Zitat von Grubendol

    Und wir biedern uns nicht an, wir lesen die Texte. Das, was du "unchristliches Dogma" nennst, steht da leider wortwörtlich und ist nicht anders zu interpretieren. Und daraus ergibt sich der Generalvorwurf gegen das Christentum als grundlegend frauenfeindliche Organisation.



    Dieser Generalvorwurf trifft nicht das Christentum, sondern die Kirche - also das was du unter dem "historischen Christentum" verstehst. Das voreingenommene Lesen der Texte reicht eben nicht aus, um qualitativ belastbare Aussagen zu treffen. Dazu bedarf es dann schon ein wenig mehr Mühen, um die Bedeutung von Begriffen und Redewendungen einer fremden Sprache (hebräisch, aramäisch, griechisch) in ihrem jeweiligen zeitlichen Kontext zu erfassen.


    Dabei reicht es oft schon aus, die Passagen im Zusammenhang zu lesen und die Hintergründe zu berücksichtigen.


    Klar, bequemer ist es natürlich zu behaupten: "Das steht da so, also muss das dieses und jenes bedeuten." Das passt natürlich gerade Klerikern gut in den Kram, die damit ihre Überheblichkeit und ihren Machtanspruch verteidigen wollen und dafür auch nicht davor zurückschrecken das Wort Gottes zu missbrauchen, um eine Minderwertigkeit von Frauen zu installieren.


    Ebenso passt das Atheisten wunderbar in den Kram, die diese kirchliche Doktrin als Grundlage für die Ablehnung biblischer Lehren nehmen wollen. Nur setzen sie dabei eben auf das falsche Pferd, was sie im Allgemeinen nicht sonderlich zu stören scheint.


    Zitat von Grubendol

    finden dann sicherlich auch Epheser 6,5 gut, das gehört dann ja auch zum Gesamtwerk:

    Ihr Sklaven, gehorcht euren irdischen Herren mit Furcht und Zittern und mit aufrichtigem Herzen, als wäre es Christus.

    Und genau damit haben die Christen dann jahrhundertelang, bis in 19. Jahrhundert, Sklaverei gerechtfertigt.

    Auch das trifft wieder nur die Kirche und ihre Lehren.


    Dass es hierbei nicht mal im Entferntesten um eine Rechtfertigung der Sklaverei, wie sie die Welt als Form der Ausbeutung von Menschen von der Antike bis hin ins 19. Jhd. hinein handelt, wird ebenfalls durch den Kontext deutlich:


    Das Offensichtliche vorweg: Dieser Brief des Paulus war an die Christenversammlung in Ephesus addressiert.


    Beide Seiten - sowohl die Leibeigenen oder Sklaven - als eben auch die Herren, werden hier angesprochen, und es wir ihnen bewusst gemacht, dass sie alle dem einen Herrn im Himmel nämlich Jesus Christus gegenüber rechenschaftspflichtig sind.


    Dazu passt auch Kol. 4,1


    Zitat von Kol. 4,1

    1 Ihr Herren: Gebt also euren Leibeigenen das, was gerecht ist, und behandelt sie mit Fairness. Denn ihr wisst, dass ihr selbst auch einen Herrn habt, der im Himmel über allem steht.


    Willst du mir jetzt erzählen, dass sich die weltlichen Sklavenhalter und Ausbeuter der Jahrhunderte an diesen Rat gehalten haben, und ihre Machtposition nicht ausspielten?

    Zumindest in unserer Dimension war das genaue Gegenteil der Fall.


    Das allein müsste jeder Person, die des Verstandes mächtig ist, dahingehend zu denken geben, dass es sich bei dieser Passage keineswegs um eine Rechtfertigung der Sklaverei als Ausbeutung von Menschen handeln kann.


    Aber egal, Grubendol. Du brauchst für deine Ablehnung der Bibel ja das, was die Kirche aus den Texten missbräuchlich gemacht hat...


    Nichts für ungut...


    Zitat von Günter

    Jetzt frage ich Euch mal allen Ernstes, ob man so mit der Bibel umgehen darf und ob so eine Herangehensweise wirklich dem christlichen Glauben angemessen ist?

    Nein, natürlich nicht. Die Frage ist aber, für wen das wirklich von Interesse ist und wem es nur um seine persönlichen egoistischen Traumtänzereien - seinen sie atheistisch oder religiös-fanatisch beeinflusst, geht.


    Zitat von Günter

    Zusatzfrage: Was denkt Ihr eigentlich, was die Bezeichnung "bibeltreue Christen" wirklich bedeutet?

    Bibeltreue Christen sind diejenigen, die das Wort Gottes als Gesamtwerk fortlaufend studieren und ihr Leben nach den darin enthaltenen erhabenen Grundsätzen ausrichten, und nicht irgendwelchen Regeln und gesetzen nacheifern, die irgendwelche Kirchenlehrer oder sonstige Quacksalber in die Welt gesetzt haben.

    Zitat von Grubendol

    Nein, mein Punkt ist, dass Paulus ein alter, frauenfeindlicher Sack war.

    Das ist das Ergebnis des Jahrhunderte andauernden Missbrauchs der paulinischen Texte seitens der Kirche, was diesen Punkt (Stellung der Frau) insbesondere betrifft.


    Besonders frauenfeindlich äußerten sich u.A. die Kirchenlehrer Thomas von Aquin, Johannes Chrysostomos, Augustinus, Tertullian oder auch Päpste wie Pius II. Wenn du also schon von "frauenfeindlichen Säcken" sprichst, sprich wenigstens die richtigen an...


    Die Frage ist also vielmehr: Warum biedern sich selbst Atheisten diesen kirchlichen Fehlinterpretationen und unbiblischen Dogmen an, obwohl sie doch als Kritiker der Kirchen und des Glaubens auftreten wollen?